Neues 8.2 Angebot: Vertikale Turmbewegungsmessung

Im Rahmen der vertikalen Turmbewegungsmessung erfassen die 8.2 Spezialisten der 8.2 Obst & Ziehmann GmbH die vertikale Relativbewegung zwischen dem Fundamenteinbauteil und dem Fundamentsockel/ Fundamentoberfläche mittels Präzisionswiderstandswegaufnehmer an drei definierten Punkten über den Umfang des Fundamenteinbauteils.

Daraufhin bewerten sie die Mess-ergebnisse hinsichtlich der relativen vertikalen Bewegung zwischen Turm und Fundament-körper. Darüber hinaus führen sie eine Sichtprüfung der einsehbaren Bereiche des Fundamentes durch.

Basis der Messung bildet die FGW Richtlinie „Betrieb und Instandhaltung von Kraftwerken für Erneuerbare Energien - Teil 7 - Rubrik B3 - Gründung und Tragstrukturen bei Windenergieanlagen“ Rev.0 vom 01.01.2014.

 

Grundsätzlich kann es an allen WEA mit Fundamenteinbauteil zu Problemen im Bereich der Einspannung in das Fundament kommen. Da Fundamentkörper und Fundamenteinbauteil aufgrund ihrer Materialien eine unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit und abweichende Ausdehnungskoeffizienten aufweisen, ist eine Entkopplung zwischen den Bauteilen notwendig. Sofern keine geeignete Versiegelung der daraus resultierenden Fuge zwischen Fundamenteinbauteil und Fundamentkörper vorhanden ist, kann Wasser in den Bereich der Turmeinspannung eindringen und zum Ausspülen von Betonanteilen und damit zu einer Lockerung der formschlüssigen Einspannung des Fundamenteinbauteiles im Fundamentkörper führen.

Ebenfalls kann es durch eine nicht fachgerechte Installation, Wartung oder Fehler in der Dimensionierung der Bauteile zu einer Lockerung in der Einspannung kommen.

Die Bewertung der Messergebnisse erfolgt durch den 8.2 Sachverständigen Dipl.-Ing. (FH) Timo Pötschke, 8.2 Ingenieurgesellschaft Timo Poetschke - Münster mbH. Dieser verfügt über 15 Jahre Erfahrung und weitreichendes Expertenwissen in den Bereichen Herstellung, Bewertung und Instandsetzung von WEA-Fundamenten. Herr Pötschke ist zudem als Mitglied des FGW im Arbeitskreis „Betrieb und Instandhaltung von WEA“ tätig, welcher unter Anderem die FGW Richtlinie „Betrieb und Instandhaltung von Kraftwerken für Erneuerbare Energien - Teil 7 - Rubrik B3 - Gründung und Tragstrukturen bei Windenergieanlagen“ erarbeitet.

Die Messergebnisse werden hinsichtlich der relativen vertikalen Bewegung zwischen Turm und Fundamentkörper ausgewertet. Es erfolgt zudem eine Untersuchung der Ergebnisse auf eine mögliche Rotorunwucht.

Auf Basis der Messergebnisse und deren Bewertung kann wenn notwendig anschließend die Auswahl eines geeigneten Sanierungskonzeptes für die Einspannung sowie die einer geeigneten dauerhaften Abdichtung am Übergang zwischen Fundamenteinbauteil und Fundamentkörper erfolgen.